Das Reichstagsgebäude

Unzählige Besucher kommen das ganze Jahr über in das Reichstagsgebäude in Berlin, nicht nur um mehr über die Geschichte des Gebäudes zu erfahren und den Bundestag zu besichtigen, sondern auch um von der gläsernen Kuppel einen unvergleichlichen Ausblick über die Stadt und den Tiergarten zu haben.
Seitdem die Regierung von Bonn nach Berlin umgezogen ist, hat das Reichtstagsgebäude eine erhöhte Aufmerksamkeit erfahren. Ein Highlight dieses architektonischen Meisterwerks ist die gläserne Kuppel, die von Besuchern besichtigt werden kann.

Seit 1990 ist das Gebäude der Sitz des Bundestages, so fand am 4. Oktober 1994 die erste Sitzung im neuen Bundestag statt. Touristengruppen können Führungen durch den Reichstag buchen. Einen einzigartigen Panoramablick bietet der Ausblick aus der gläsernen Kuppel. Einige geschichtliche Ereignisse werden mit dem Reichstagsgebäude verbunden. Am 27. Februar 1933 brannte der Reichstag, dabei wurde der Plenarsaal und die Kuppel zerstört. Die rote Fahne hinter dem Bundestag, die am 30. April 1945 von der Sowjetunion aufgestellt wurde, symbolisierte den Sieg über das „Dritte Reich“.
Der Reichstag wurde von 1884 bis 1894 erbaut, die Pläne machte Paul Wallot. Wallot fügte Elemente aus unterschiedlichen Epochen an das bedeutende Bauwerk. So sind neben den Elementen aus dem Barock und dem Klassizismus, auch Elemente der Renaissance verbaut worden. Diese Elemente sind bewusst gewählt worden, denn sie lassen das Gebäude repräsentativ und monumental erscheinen. Die erste Kuppel aus Stahl und Glas besaß eine Höhe von 75 Metern. Zusätzlich zu den Stuckelementen wurden in den Jahren nach dem Bau zahlreiche symbolische Figuren und Wappen an der Außenfassade angebracht. Die bedeutende Gibelschrift „Dem Deutschen Volke“ wurde dem Gebäude erst im Jahre 1916 hinzugefügt.

Nach dem Krieg wurde das stark beschädigte Bauwerk erst einmal lange Zeit nicht mehr genutzt. 1957 wurde die Kuppel aus statischen Gründen gesprengt. Paul Baumgarten begann mit den ersten Umbauarbeiten 1957. Er verglaste den Planersaal und baute die historischen Züge des Reichstagsgebäudes zurück.
Das Parlamentsgebäude ist weltweit das Einzige, was ein öffentliches Restaurant besitzt, das bekannte Käfer-Dachgartenrestaurant.
1991 ging es an die zweite Umbauphase, welche erst 1999 endete. Seit 1994 wurde hier der Deutsche Bundespräsident gewählt und seit 1999 tagt hier der Deutsche Bundestag. Der britische Architekt, Sir Norman Foster, zeichnete die Entwürfe für den Umbau und die neue Glaskuppel und setzte seine Entwürfe in die Tat um. In der Kuppel sind 800 Tonnen Stahl und Glas verbaut worden.

Die Kuppel besitzt eine Aussichtsplattform

Weltberühmt wurde das Reichstagsgebäude durch das Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude. Im Sommer 1995 verhüllten sie den Reichstag für zwei Wochen mit einer silberfarbenen Folie. Das silberfarbene Gebäude interessierte Millionen Besucher, die entstandenen Fotos sorgten für internationale Popularität.