Ist das Architektur oder kann das weg? – Berlins scheußlichste Gebäude

Ist das Architektur oder kann das weg? – Berlins scheußlichste Gebäude

Kunst und Kultur ist eine Sache des Geschmacks und die Architektur wird nicht von allen Kennern der Materie und Architekturfans immer als besonders schön empfunden. Müssen in kurzer Zeit viele Bauwerke entstehen, damit der benötigte Wohnraum für eine Großstadt gewährleistet werden kann, kann es des Öfteren zu zweckmäßigen Bauwerken kommen – die Schönheit der Architektur wird damit nicht immer hervorgehoben. In Berlin gibt es Bauwerke, die zwar einen Nutzen für die Bewohner haben, die aber im Vergleich zu anderen großartigen Bauwerke aus den verschiedensten Jahrhunderten einfach nicht mithalten können.

Ob schön oder hässlich entscheidet der eigene Geschmack

Will man eine Berlinreise starten, kann man für die Vorbereitung im Internet Listen mit den schönsten Gebäuden der Stadt finden. Aber genauso gibt es heute Listen, die die hässlichsten Gebäude der Stadt aufzeigen. Selbst berühmte Architekten wie Daniel Libeskind haben einen kritischen Blick auf die Schönheit der Berliner Architektur geworfen und dabei sind Baukomplexe wie Spree-Dreieck, der Plattenbau oder das Einkaufszentrum Alexa diskutiert worden. So wird das Alexa gerne mal auf Platz 1 der scheußlichsten Gebäude geführt, weil hier nicht nur die Architektur dem Kritiker nicht gefällt, sondern auch die Farbe im sogenannten „Schweinchenrosa“ als eine Beleidigung für die Augen empfunden wird.

Einkaufstempel in Berlin – nicht immer schöne Architektur

Der nächste Einkaufstempel ist das Labels Berlin 2, das von vielen Architekturfans nicht gerade als eine Schönheit angesehen wird. Hier wird ebenfalls die Fassade beanstandet – das Gebäude gilt als ein Beispiel für eine Architektur, die nicht gelungen und uninspiriert ist. Zwar mit einem bekannten Namen versehen, aber doch nur eine Hässlichkeiten unter den Berliner Bauten ist die Mercedes-Benz-Arena. Direkt neben der Oberbaumbrücke gelegen, fällt das Bauwerk besonders ins Auge und kann seine Hässlichkeit nicht verbergen.

Als freudlose Architektur gilt das Bürogebäude am Spreedreieck – es wurde von der Presse sogar als „ignorante Gemeinheit“ tituliert. Betrachtet man all diese Bauten, dann sind sie tatsächlich kein Augenschmaus, aber die Frage muss gestellt werden, ob ein sogenannter Nutzbau wie ein Einkaufszentrum wirklich den höchsten Designansprüchen der Architektur entsprechen muss? Auch wenn diese Bauwerke keine Architekturpreise gewinnen werden, müssen sie nicht abgerissen werden, denn sie erfüllen ihren Zweck und speziell die heutigen Einkaufszentren in Berlin werden von so vielen Kunden frequentiert, dass ein Abriss schwere Folgen für die Wirtschaft und den Handel hätte.

Selbst Stararchitekten sind von Berlin enttäuscht

Natürlich wird ein Stararchitekt andere Ansprüche an seine Gebäude setzen, weil er sich mit seinen Bauwerken ein Denkmal für die Ewigkeit setzen will. Die normalen Bauwerke einer Großstadt sind dagegen nicht immer Highlights der Baukunst, dafür überzeugen sie meist durch ein Innenleben, das den gewünschten Ansprüchen an Platz und Funktionalität entspricht. Im Alex kann der Kunde ganz bequem einkaufen und die Unternehmen verfügen über Räume, die ihre Wünsche erfüllen. Ob der Neubau der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes oder der schmutzige Plattenbau – natürlich möchte sich die Landeshauptstadt Berlin den Besuchern aus aller Welt von ihrer Schokoladenseite präsentieren und nur Bauwerke zeigen, die als sehenswerte Architektur gelten.