Sanierungsprojekt: Plattenbauten

Sanierungsprojekt: Plattenbauten

Günstiger Wohnraum ist in einer Großstadt wie Berlin immer willkommen – gerade der Plattenbau dazu beitragen sollte, dass viele Wohnungen mit geringen Mieten geschaffen werden konnten. Doch der Plattenbau kommt in die Jahre und so ist es zum Erhalt des günstigen Wohnraums wichtig, dass die Gebäude saniert werden. Hat die Baumasse schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel, sollte der Mieter trotz günstiger Miete nicht auf einen lebenswerten Wohnraum verzichten – so ist auch der Plattenbau in den Fokus der Sanierer von Berlin gerückt. Wer nach Marzahn fährt, wird einen Bezirk erleben, der in der DDR noch Vorzeigemodell war und jetzt langsam wieder in der Beliebtheitsskala steigt. Was früher eher als Wohn- und Lebensraum gemieden wurde, ist heute ein Highlight auf Besichtigungstouren, die zu den unterschiedlichsten Plattenbauten in Berlin führen.

Abriss oder Sanierung – das ist oftmals die Frage

Die Stadt Berlin steht vor dem Problem, dass 10 % des vorhandenen Bestandes an Wohnungen einfach abgewohnt sind, sodass sich eine Sanierung einfach nicht mehr lohnen würde. Dabei kann jetzt auf die Plattenbauten in Berlin gesetzt werden, welche zwar eine Modernisierung nötig haben, aber noch in Zukunft bewohnt werden können. Ob Berlin-Hohenschönhausen oder Marzahn, die Platte ist eine lebenswerte Alternative für alle, welche sich die teuren Mieten in Berlin in vielen Stadtteilen einfach nicht mehr leisten können. Was schon in der 70er Jahren endlich guten Wohnraum brachte, ist heute wieder gefragt, weil die schnell wachsende Metropole Berlin bezahlbaren Wohnraum in vielen Bezirken nicht ermöglichen kann. Allerdings gibt es auch bei den Plattenbauten Gebäude, die einfach nicht mehr für eine Sanierung genutzt werden können. Für diese fordert die Politik, dass gerade in Berlin neue Alternativbauten entstehen müssen und die alten Plattenbauten abgerissen werden.

Sanierung kann hohe Kosten bedeuten

Zwar könnten diese Bauten saniert werden, aber dies wäre mit extrem hohen Kosten verbunden – ein Abriss und Neubau wäre dann meist günstiger. Leider kann die Alternative des Abrisses beim Plattenbau sehr teuer werden, wenn nicht richtig geplant wird. Dazu kommt beim Abriss das Problem hinzu, dass erstmal Wohnungen wegfallen, die nicht so schnell wieder beziehbar sind und neu gebaut werden können. Das lässt den Wegzug aus Berlin in den Speckgürtel zu einer Option werden, den viele Menschen wählen, die vor allem in den Außenbezirken von Berlin leben und sich keine teuren Wohnungen im Zentrum von Berlin leisten können.

2020 – das Jahr für neuen Glanz im Plattenbau

Aber es gibt andere Modelle, bei denen zum Beispiel in Hohenschönhausen dank einer Sanierung die Bausubstanz erhalten geblieben ist und die Wohnung im Plattenbau wieder zu einer Option wurde. Wo einst in der DDR Zeit Kubaner und Vietnamesen in sehr bescheidenen Verhältnissen lebten, kann heute wieder neues Wohnleben entstehen – ab dem Jahr 2020 soll es hier wieder neue Wohnungen geben. Das Problem für den Menschen, der auf Suche nach bezahlbarem Wohnraum ist, ist dabei nur, dass er hier eine Wohnung hier kaufen müsste. In Berlin im Plattenbau zu wohnen – die Zukunft wird zeigen, ob das wirklich eine Option ist oder ob die sanierte Platte in Berlin zu einem Luxusobjekt für den Menschen mit viel Geld wird.